eSports wird zum Breitensport

  • Über 4 Millionen Gamer in Deutschland haben bereits als Spieler an eSports-Turnieren und -Ligen teilgenommen
  • Sport- und Rennspiele sowie Shooter sind beliebteste Genres bei Hobby-Athleten
  • „BIU Fokus: eSports“ beleuchtet die Entwicklung des digitalen Sports

Berlin, 22. Januar 2018 – eSports entwickelt sich zum Breitensport: Knapp jeder zehnte Gamer in Deutschland hat bereits selbst als Spieler an eSports-Turnieren und
-Ligen teilgenommen. Das entspricht mehr als 4 Millionen Menschen. Davon treten knapp 3 Millionen Spieler sogar regelmäßig beziehungsweise von Zeit zu Zeit bei Turnieren oder in einer Liga an. Das gab der BIU, der Verband der deutschen Games-Branche, auf Basis einer Erhebung des Marktforschungsunternehmens YouGov bekannt. Neben den bereits aktiven eSports-Teilnehmern kann sich darüber hinaus rund jeder fünfte deutsche Gamer vorstellen, in Zukunft persönlich bei eSports-Events anzutreten: So gaben über 9 Millionen Gamer in Deutschland (21 Prozent) an, sich eine Wettkampfteilnahme in Zukunft gut vorstellen zu können. Darüber hinaus kann sich rund ein Viertel der deutschen Spieler (23 Prozent) vorstellen, sich in einem eSports-Verein zu engagieren.
 

„Im Gegensatz zu Tischfußball oder Schach wird eSports in Deutschland nicht als gemeinnützig anerkannt. Damit wird derzeit eine Chance vertan.“
Felix Falk, Geschäftsführer BIU
„Ein Blick auf die Entwicklung von eSports in Deutschland zeigt: eSports ist längst ein Breitensport“, sagt Felix Falk, BIU-Geschäftsführer. „Doch im Gegensatz zu Tischfußball oder Schach wird eSports in Deutschland nicht als gemeinnützig anerkannt. Damit wird derzeit eine Chance vertan, insbesondere junge Menschen für Strukturen zu interessieren, die über den Sport hinaus auch wichtige gesellschaftliche Arbeit leisten, sei es bei Information und Aufklärung, Ausbildung und Nachwuchs oder sozialem Engagement. Politisch müssen hier endlich gleiche Rahmenbedingungen geschaffen werden.“

Sport- und Rennspiele sowie Shooter beliebteste Genres bei Hobby-Spielern

Bei professionellen eSports-Turnieren messen sich die Gamer derzeit vor allem in Titeln wie „League of Legends“ (Riot Games), „Dota 2“ (Valve), „Counter-Strike: Global Offensive“ (Valve), „Overwatch“ (Blizzard) oder „FIFA 17“ (Electronic Arts). Und auch bei den Freizeit-Athleten sind Sport- und Rennspiele sowie Shooter beliebt: Von denen, die bereits selbst an eSports-Turnieren und Ligen teilgenommen haben, gaben je 42 Prozent der Spieler an, Titel aus diesen beiden Genres wettkampfmäßig gespielt zu haben. Darüber hinaus traten fast jeder dritte der befragten Gamer (31 Prozent) bereits in Echtzeitstrategiespielen wie „StarCraft II“ (Blizzard Entertainment) sowie rund jeder Vierte (26 Prozent) in Kampfspielen wie etwa „Street Fighter“ (Capcom) oder „Tekken“ (Bandai Namco) an. Der größte Unterschied zwischen professionellen eSports-Athleten und nicht-professionellen Spielern besteht derzeit im Bereich der sogenannten MOBAs, also bei Strategiespielen aus dem Bereich Multiplayer Online Battle Arena: Während im professionellen eSports derzeit die höchstdotierten und zuschauerstärksten Wettkämpfe in Titeln wie „League of Legends“ (Riot Games) und „Dota 2“ (Valve Corporation) stattfinden, kommen die Spiele bei den Hobby-Athleten nur auf den dritten Platz. Gerade einmal jeder vierte der Spieler (26 Prozent) gab an, entsprechende Spiele bereits wettkampfmäßig gespielt zu haben.

„BIU Fokus: eSports“ beleuchtet die Entwicklung des digitalen Sports

eSports hat sich in den vergangenen Jahren zum Massenphänomen entwickelt. War der digitale Sport Ende der 1990er Jahre noch vorwiegend Gamern bekannt, werden die Wettkämpfe heute von einem Millionenpublikum per Livestream und in ausverkauften Stadien verfolgt. Wie eSports zu dem wurde, was er heute ist, skizziert der Verband der deutschen Games-Branche in dem Report „BIU Fokus: eSports“. Auf über 40 Seiten wird hier ein umfassender Überblick gegeben zum Status quo des digitalen Sports, seiner Entwicklung in Deutschland und weltweit sowie zu seinem Potenzial. Interviews und Gastbeiträge von Experten beleuchten eSports zudem aus unterschiedlichen Perspektiven.
 
Der Report steht unter dem folgenden Link kostenfrei zur Verfügung: https://www.biu-online.de/wp-content/uploads/2017/08/BIU_Fokus_eSports_2017.pdf

Über die Umfragedaten

Alle Umfragedaten, soweit nicht anders angegeben, beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der 2000 Personen zwischen dem 27.07.2017 und 03.08.2017 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 16 Jahren.

BIU – Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware

Wir sind der Verband der deutschen Games-Branche. Unsere Mitglieder sind Entwickler und Anbieter digitaler Spiele und repräsentieren über 85 Prozent des deutschen Marktes. Wir sind Träger der gamescom, dem weltgrößten Event für Computer- und Videospiele. Als zentraler Ansprechpartner für Medien, Politik und Gesellschaft beantworten wir Fragen etwa zur Marktentwicklung, Spielekultur und Medienkompetenz. Unsere Mission ist es, Deutschland zum führenden Standort für die Spieleentwicklung zu machen.

Pressekontakt:

Martin Puppe
BIU – Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware e.V.
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