Neue Studie zur Games-Branche in Deutschland: Hohe Dynamik mit noch größerem Potenzial

Neue Studie zur Games-Branche in Deutschland: Hohe Dynamik mit noch größerem Potenzial
  • Anzahl deutscher Games-Unternehmen im Kernmarkt von 2018 bis 2024 um 81 Prozent gewachsen
  • Anteil deutscher Spieleproduktionen erreicht nur 5,5 Prozent auf dem Heimatmarkt
  • 63 Prozent der Games-Unternehmen erwarten, dass eine steuerliche Games-Förderung zu einer verbesserten Wettbewerbsfähigkeit
  • Frauenanteil in der deutschen Games-Branche steigt auf 30 Prozent

Berlin, 15. Januar 2026 – Die Games-Branche hat sich zwischen 2018 und 2024, trotz einiger Herausforderungen, auch Dank der erstmaligen Förderung auf Bundesebene sehr positiv entwickelt. So lautet das Fazit des game – Verband der deutschen Games-Branche zur neuen Studie „Die Games-Branche in Deutschland 2025“, die heute vorgestellt wurde. Die Anzahl der Games-Unternehmen in Deutschland ist im Kernmarkt in diesem Zeitraum besonders stark gewachsen – von 524 auf 948. Das entspricht einem Plus von 81 Prozent. Auch der Unternehmens-Umsatz hat im selben Zeitraum um 22 Prozent auf 3,73 Milliarden Euro zugenommen. Die Gesamtzahl der Mitarbeitenden ist in diesem Zeitraum um 20 Prozent auf 14.800 gewachsen. Der Frauenanteil in der deutschen Games-Branche ist von 25 auf 30 Prozent gestiegen.

Trotz der starken wirtschaftlichen Entwicklungen bleibt der Anteil deutscher Produktionen auf dem Heimatmarkt klein: Von 100 Euro, die in Deutschland für Games ausgegeben werden, bleiben lediglich 5,50 Euro bei deutschen Games-Unternehmen. Das liegt unter anderem an den über viele Jahre international wenig konkurrenzfähigen Wettbewerbsbedingungen in Deutschland. Erst durch die Einführung der Bundesförderung – so die Studie – hat Deutschland aufgeholt, auch wenn es im internationalen Wettbewerb weiterhin hinter den führenden Standorten bleibt. Die bundesweite Games-Förderung rechnet sich auch für die öffentliche Hand: Ein Euro Games-Förderung löste im Jahr 2023 rund 6,50 Euro Bruttowertschöpfung und 2,50 Euro an Steuern und Sozialabgaben aus. Die im aktuellen Koalitionsvertrag angekündigte und international übliche zusätzliche steuerliche Games-Förderung könnte dabei zu einem echten Booster für den Games-Standort Deutschland werden: 87 Prozent der Games-Unternehmen erwarten dadurch zusätzliche Entwicklungsimpulse, 67 Prozent rechnen mit einem Umsatzwachstum und 63 Prozent mit einer verbesserten Wettbewerbsfähigkeit und gesicherten Beschäftigung. Die Studie „Die Games-Branche in Deutschland 2025“ wurde vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt mitfinanziert. Sie ist ein Projekt des game und wurde von Goldmedia erstellt.

„Das starke Wachstum der vergangenen Jahre zeigt eindrucksvoll: Die Games-Branche liefert, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Die Games-Förderung zahlt sich für Deutschland aus. Doch der eigentliche Turbo wurde noch gar nicht gezündet. Das volle Potenzial des Games-Standorts heben wir nur mit einem verlässlichen Mix aus Games-Fonds und steuerlicher Förderung. Mit diesem internationalen Standard steigt die internationale Wettbewerbsfähigkeit deutlich und wir haben die Chance, zur Weltspitze aufzuschließen“, sagt Felix Falk, game-Geschäftsführer.

Die wichtigsten Daten aus der Studie „Die Games-Branche in Deutschland 2025“ auf einen Blick:

Infografik (hellblauer Hintergrund) mit Überschrift oben: „Neue Studie zur Games-Branche in Deutschland: Hohe Dynamik mit noch größerem Potenzial“. Darunter sind sieben farbige Aussagen jeweils mit Icon platziert: links oben „Anzahl deutscher Games-Unternehmen ist zwischen 2018 und 2024 um 81 Prozent gewachsen“; mittig oben „Die Gesamtzahl der Mitarbeitenden in der deutschen Games-Branche ist zwischen 2018 und 2024 um 20 Prozent auf 14.800 gewachsen“; rechts oben „Der Umsatz der deutschen Games-Unternehmen hat zwischen 2018 und 2024 um 22 Prozent auf 3,73 Milliarden Euro zugenommen“; ganz rechts oben daneben „Der Frauenanteil in der deutschen Games-Branche steigt auf 30 Prozent“. Unten links „Der Umsatz-Anteil deutscher Spieleproduktionen erreicht nur 5,5 Prozent auf dem Heimatmarkt“; unten mittig „Ein Euro Games-Förderung löste im Jahr 2023 rund 6,50 Euro Bruttowertschöpfung und 2,50 Euro an zusätzlichen Steuern und Sozialabgaben aus“; unten rechts „Für 63 Prozent der Games-Unternehmen würde eine steuerliche Games-Förderung zu einer verbesserten Wettbewerbsfähigkeit führen“. Unten links das game-Logo „Verband der deutschen Games-Branche“, unten rechts die URL „www.game.de“ sowie eine Quellen-/Hinweiszeile zur Studie.

Die vollständige Studie „Die Games-Branche in Deutschland 2025“ kann hier heruntergeladen werden: www.game.de/publikationen/die-games-branche-in-deutschland-2025

Von links nach rechts: Felix Falk, Geschäftsführer von game, Dorothee Bär, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, Juliane Müller, Geschäftsführerin von GoldmediaCopyright: BMFTR/Hans-Joachim Rickel
Von links nach rechts bei der Präsentation der Studie im Bundesforschungsministerium: Felix Falk, Geschäftsführer von game, Dorothee Bär, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, Juliane Müller, Geschäftsführerin von Goldmedia
Copyright: BMFTR/Hans-Joachim Rickel

Über die Studie „Die Games-Branche in Deutschland 2025“

Die Studie wurde von Goldmedia erstellt und als Projekt des game – Verband der deutschen Games-Branche durchgeführt. Sie wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert, das im Mai 2025 die Zuständigkeit für das Thema Games auf Bundesebene übernommen hat. Zentraler Bestandteil der Studie ist eine Online-Befragung, an der 343 Unternehmen der Games-Branche in Deutschland zwischen dem 29.04. und dem 15.06.2025 teilgenommen haben.

game – Verband der deutschen Games-Branche

Wir sind der Verband der deutschen Games-Branche. Unsere Mitglieder bilden das gesamte Games-Ökosystem ab, von Entwicklungs-Studios und Publishern bis hin zu E-Sport-Veranstaltern, Bildungseinrichtungen oder Institutionen. Als Mitveranstalter der gamescom verantworten wir das weltgrößte Event für Computer- und Videospiele. Wir sind Gesellschafter der USK, der Stiftung Digitale Spielekultur, der esports player foundation, der game events und der Verwertungsgesellschaft VHG sowie Träger des Deutschen Computerspielpreises. Als zentraler Ansprechpartner für Medien, Politik und Gesellschaft beantworten wir alle Fragen etwa zur Marktentwicklung, Spielekultur und Medienkompetenz. Gemeinsam machen wir Deutschland zum Herzen der Games-Welt. Wir bereichern mit Games das Leben aller Menschen.



Martin Puppe
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