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  Electronic Arts

Electronic Arts: Diversität bei der Personalsuche

Interview mit Jens Kosche, Country Manager DACH

 

Wie divers sind eure Teams bei EA aufgestellt und wie wollt ihr euch in Bezug darauf in Zukunft weiterentwickeln?

Ich glaube, dass wir uns auf einem sehr guten Weg befinden. Beispielsweise sind 48 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an unseren internen Mitarbeiter-Entwicklungsprogrammen Frauen. Das Mitarbeiterinnenprogramm „Women’s Ultimate Team Mentoring Program“ unterstützt gezielt Mitarbeiterinnen in ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung und trägt dazu bei, eine inklusive und fördernde Kultur im Unternehmen zu schaffen. Das Ziel ist eine vielfältige und integrative Belegschaft, die es uns ermöglicht, die Spiele und Erfahrungen zu liefern, die unsere vielfältige Spielergemeinschaft inspirieren und begeistern. Wir investieren in interne und externe Initiativen, die unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter befähigen, Vielfalt zu würdigen und die Integration innerhalb von EA und unseren Communitys aktiv zu fördern. Und natürlich gibt es bei uns eine Equal-Pay-Policy.

 

Worauf achtet ihr, wenn ihr neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einstellen wollt – abgesehen davon natürlich, dass die Bewerberinnen und Bewerber zum Stellenprofil passen?

Wir legen von Anfang an Wert auf Vielfalt und Integration, das beginnt mit dem Fokus auf die Rekrutierung von Top-Talenten aus unterrepräsentierten gesellschaftlichen Gruppen und Geschlechtern.

 

Welche Punkte sind für euch im Bereich der Gleichstellung ganz besonders relevant?

Uns sind drei Aspekte wichtig: Erstens wollen wir, dass Frauen stärker in Spielen repräsentiert werden. Angesichts der Milliarden Menschen, die weltweit digitale Spiele spielen, sind wir der Meinung, dass interaktive Unterhaltung kulturelle Gleichberechtigung sowohl reflektieren als auch fördern kann. Deshalb versteht es sich für uns von selbst, die verschiedenen Geschlechter gleichermaßen in unseren Spielen zu repräsentieren. Dieses Denken ist Teil des Entwicklungsprozesses bei EA. Wir wollen, dass es in immer mehr Spiele – und so letztlich auch in die Gesellschaft – Eingang findet.

Zweitens wollen wir eine Kultur der Inklusion für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei EA prägen. Wir glauben an das einzigartige Potenzial eines jeden Menschen. Um es zu heben, pflegt EA eine Talent-Community, die auf Diversität setzt, und engagiert sich zugleich für ein Höchstmaß an Inklusion am Arbeitsplatz. Schon jetzt investieren wir in Förderprogramme für die nächste Generation von Spielentwicklerinnen und weiblicher Führungskräfte.

Und schließlich wollen wir auch die Geschlechtergerechtigkeit in unserer Branche fördern – und in unseren Communitys. Inklusion und Einbeziehung bilden einen der Eckpfeiler unserer EA-Outreach-Plattform. Aber auch in unseren Games-Communitys wollen wir das Bewusstsein für das Thema Geschlechtergerechtigkeit schärfen, zum Beispiel durch die Gründung des „Spielerrats für den Aufbau gesunder Communitys“ auf der gamescom 2019.

 

Wie hat sich euer Unternehmen dadurch verändert?

Das hat sich positiv ausgewirkt! Wenn wir Vielfalt und Einbeziehung in Geschäftsprozesse integrieren, ermöglicht das Innovation und schafft Möglichkeiten für jede Mitarbeiterin und jeden Mitarbeiter, ihren und seinen Beitrag zu maximieren sowie ihr und sein volles Potenzial freizusetzen. Das führt wiederum zu besseren Spielen.

 

Welche Empfehlungen könnt ihr anderen Unternehmen für diversere Teams mit auf den Weg geben?

Kümmert euch um das Thema und stellt dabei alle Prozesse und Aspekte auf den Prüfstand – angefangen bei den Formulierungen bei den Stellenausschreibungen. Es lohnt sich!