03.1 Beschäftigtenzahlen und Unternehmen An der Entwicklung der Anzahl der Unternehmen und Beschäftigten in der deutschen Games-Branche zeigt sich ebenfalls, wie herausfordernd das Umfeld für die Games-Unternehmen zuletzt war. Nach jahrelangem Wachstum gibt es erstmals einen Rückgang. Danach ist die Anzahl der Unternehmen in Deutschland, die Games entwickeln, publishen oder in beiden Bereichen aktiv sind, innerhalb eines Jahres um 4 Prozent auf 910 gesunken. Damit ist der Boom bei Neugründungen in der deutschen Games-Branche, der durch die Einführung der Games-Förderung 2020 ausgelöst wurde, inzwischen vollständig abgeebbt. Bereits im Vorjahr hatte sich das Wachstum deutlich verlangsamt. Zu dem Rückgang führten insbesondere die Konsolidierung des globalen Games-Marktes sowie die nicht zuverlässige Verfügbarkeit der Games-Förderung. Seit 2020 gab es bereits drei mehrmonatige Förderantragsstopps. Trotz des nun erfolgten Rückgangs ist die Anzahl der Unternehmen seit dem ersten Start der Games-Förderung 2020 um 46 Prozent gestiegen. Von den 910 Unternehmen sind 454 ausschließlich in der Entwicklung aktiv, 52 arbeiten ausschließlich als Publisher. Die übrigen 404 Unternehmen entwickeln und publishen Games. Auch die Anzahl der Beschäftigten bei Games-Unternehmen in Deutschland ist im Vergleich zum Vorjahr rückläufig. Während 2024 noch 12.408 Menschen bei Entwicklern und Publishern beschäftigt waren, sind es 2025 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nur noch 12.134 – das entspricht einem Minus von 2 Prozent. Auch bei der Anzahl der Beschäftigten gab es zuvor seit Einführung der Games-Förderung auf Bundesebene ein starkes Wachstum: Von 2020 bis 2024 stieg deren Anzahl um 23 Prozent. Der durch die Einführung der Games-Förderung 2020 ausgelöste Boom bei Neugründungen in der deutschen Games-Branche ist inzwischen vollständig abgeebbt. Der jetzige Rückgang deutet damit an, dass die wenig planbaren Rahmenbedingungen, Förderantragsstopps und die aktuell nur mit starken Einschränkungen vorhandene Games-Förderung sich auf dem Arbeitsmarkt niederschlagen. Ein Jahr zuvor befanden sich noch mehr Unternehmen in einem geförderten – und damit international wettbewerbsfähigen – Projekt, was trotz internationaler Konsolidierungswelle und unsicherer Förderung die Games-Branche in Deutschland stabilisiert hatte. Insgesamt sichert die Games-Branche über 30.000 Arbeitsplätze in Deutschland. Dazu zählen neben den Bereichen Entwicklung und Publishing beispielsweise auch Bildungseinrichtungen, Medien und der öffentliche Sektor oder Handel.