Interview

Interview zum House of Games Berlin

Das House of Games Berlin ist ein in diesem Umfang einmaliges Projekt für die internationale Games-Branche. Bereits zeitnah werden die ersten Mieter einziehen. Künftig wird es unter einem Dach vom Indie-Entwickler bis zum AAA-Studio die gesamte Bandbreite der Games-Branche beherbergen.

Franziska Giffey

Bürgermeisterin von Berlin und Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe

F: Berlin unterstützt das House of Games. Was soll dieser neue Hub künftig leisten?

Mit dem House of Games Berlin schaffen wir ein neues Zuhause für die Computerspielbranche im Herzen der Hauptstadt und verbessern die Rahmenbedingungen für Unternehmen und Fachkräfte gleichermaßen. Auf zunächst 10.000 m2 entsteht in Berlin-Friedrichshain ein Innovations- und Produktionsstandort, an dem das gesamte Games-Ökosystem zusammenkommen soll: international etablierte Unternehmen ebenso wie Indie-Studios, endemische Dienstleister, Bildungseinrichtungen, Initiativen, Netzwerke, NGOs, Verbände und Selbstkontrolleinrichtungen. Mit Fachveranstaltungen, Events und internationalen Kooperationen soll das House of Games ein echter Ort des Austauschs werden. Unser übergeordnetes Ziel ist, die Innovationsfähigkeit und die Produktentwicklung zu verbessern, um so die Wettbewerbsfähigkeit und Wertschöpfung der Games-Studios zu stärken, das Wachstum zu beflügeln und neue Unternehmen in unsere Stadt zu holen. Mit dem House of Games Berlin wollen wir einen Anziehungspunkt für nationale und internationale Studios wie auch Investoren schaffen. Wir wollen Berlin zum Innovationsstandort Nummer eins in Europa machen und das House of Games ist dafür ein weiterer Baustein.

F: Warum ist die Games-Branche so wichtig für Berlin?

Die Games-Branche ist ein echter Zukunftssektor. Sie steht für Digitalisierung und technologische Innovation. Als bedeutender Teil unserer Gegenwartskultur und der Kreativwirtschaft liegt in der Branche gerade enorm viel Wachstumspotenzial und das wollen wir für die wirtschaftliche Entwicklung unserer Stadt nutzen.

Schon heute erwirtschaftet der Games-Kernmarkt in Berlin rund 250 Millionen Euro jährlich und sichert rund 3.000 Arbeitsplätze. Als Wirtschaftsverwaltung fördern wir deshalb vielfältig: ob das House of Games, Events wie Games Ground, das internationale Netzwerk medianet GAMES International – Transatlantic oder den jährlichen Messegemeinschaftsstand auf der gamescom. Unser Anspruch ist klar: Wir sind die GamesCapitalBerlin und wollen diese Spitzenposition weiter ausbauen.

Deshalb ist es auch eine tolle Nachricht, dass Berlin als langfristiger Partner des Deutschen Computerspielpreises im nächsten Jahr Gastgeber der wichtigsten Auszeichnung für Games im deutschsprachigen Raum sein wird und die Veranstaltung dann im zweijährigen Turnus im Wechsel mit München ausrichten wird.

F: Was macht das Projekt für die gesamte Games-Branche in Deutschland zu einer guten Nachricht?

Das House of Games Berlin sendet ein starkes Signal weit über die Stadt hinaus. Wir schaffen hier gezielt eine Infrastruktur, die Innovationen beschleunigt, Investitionen anzieht und die internationale Sichtbarkeit des Standorts Deutschland im Games-Bereich stärkt.

Damit positionieren wir Deutschland und Berlin strategisch im globalen Wettbewerb um Games-Unternehmen und Fachkräfte. Mit dem House of Games und einem starken, vernetzten Ökosystem in Berlin und darüber hinaus leisten wir zudem einen konkreten Beitrag zu unserer wirtschaftlichen und technischen Resilienz und eröffnen kreative Freiräume, die Unternehmen für Innovation und Wachstum brauchen.

Die Games-Branche verfügt in Deutschland über mehrere etablierte Games-Standorte. Mit direkter Nähe zu allen Bundesministerien, zum DLR-Projektträger, dem game-Verband sowie mit der USK als der Ankermietenden wird das House of Games Berlin hier als ein verbindender Dreh- und Angelpunkt fungieren.

„Mit dem House of Games schaffen wir gezielt eine Infrastruktur, die Innovationen beschleunigt, Investitionen anzieht und die internationale Sichtbarkeit des Standorts Deutschland im Games-Bereich stärkt.“