Neue Forderungen von game Rheinland-Pfalz zur Stärkung der Games-Branche vor Ort

Neue Forderungen von game Rheinland-Pfalz zur Stärkung der Games-Branche vor Ort

Berlin, 23. September 2025 – Starke Hochschulen, kreative Talente mit Gründungspotenzial und etablierte Games-Unternehmen: Rheinland-Pfalz bringt als Games-Standort viele erfolgsversprechende Grundvoraussetzungen mit. Dennoch landete das Bundesland beim game Branchenbarometer Anfang 2025 nur auf dem siebten Platz. Welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, um die regionalen Strukturen für die Games-Branche stärken, hat die Regionalvertretung game Rheinland-Pfalz mit den Games-Unternehmen vor Ort ausgearbeitet. Die aktualisierten Forderungen wurden jetzt veröffentlicht. Drei Themenfelder stehen hierbei im Mittelpunkt: Branchen-Strukturen vor Ort gezielt stärken, Fördermittel auf ein konkurrenzfähiges Niveau heben und GameUp! Rheinland-Pfalz ausbauen.

Strukturen der Games-Branche vor Ort gezielt stärken

Eine der zentralen Herausforderungen der regionalen Games-Branche ist die Abwanderung der im Land hochqualifiziert ausgebildeten Talente. Um diese zu stoppen, braucht es eine fachspezifische Gründungsförderung und eine Anlaufstelle für Gründerinnen und Gründern, um sich besser vernetzen zu können. Fort- und Weiterbildungsangebote über alle Aspekte müssen ausgebaut werden. Zudem braucht es wettbewerbsfähige Anreizsysteme für Gründungs- und Ausbauinvestitionen, die die gesamte Branche vor Ort stärken würden.

Fördermittel auf ein konkurrenzfähiges Niveau heben

Die Landesförderung für Games in Rheinland-Pfalz wurde erfolgreich etabliert und zuletzt sogar verdoppelt – bleibt aber im Vergleich zu anderen Bundesländern unterfinanziert. Die Folge: Förderwürdige Projekte müssen mangels Mittel abgelehnt werden. Daher müssen die Fördermittel auf 2 Millionen Euro pro Jahr aufgestockt werden und mittels einer EU-notifizierten Förderrichtlinie zur Verfügung gestellt werden. Dadurch würden auch De-minimis-Begrenzungen aufgehoben werden. Um für Games-Unternehmen eine Wachstums- und Entwicklungsperspektive zu schaffen, braucht es das Zusammenspiel von Landes- und Bundesförderung. Daher ist die Unterstützung durch die Landespolitik bei der Weiterentwicklung der Bundesförderung zu einem hybriden Modell aus Games-Fonds und steuerlicher Förderung wichtig, weil dadurch auch die Games-Strukturen in Rheinland-Pfalz gestärkt werden würden.

GameUp! Rheinland-Pfalz ausbauen

Das Branchenforum GameUp! Rheinland-Pfalz stärkt Sichtbarkeit und Vernetzung der Games-Branche vor Ort – sowohl innerhalb der Community als auch im Austausch mit Hochschulen und angrenzenden Sektoren. Um entsprechende Maßnahmen wirksam umsetzen zu können, braucht es jedoch mehr Ressourcen im Clustermanagement: Zwei Vollzeitstellen für Games würden das GameUp! Rheinland-Pfalz deutlich stärken. Das Branchenforum soll zudem als zentrale Anlaufstelle für Gründerinnen und Gründer, etwa bei der Förderberatung, dienen, branchenspezifische Mentoring- und Fortbildungsangebote entwickeln und regelmäßige Netzwerktreffen sowie Dialogformate etablieren.

Weitere Informationen zu game Rheinland-Pfalz gibt es auf www.game.de/game-rlp

game – Verband der deutschen Games-Branche

Wir sind der Verband der deutschen Games-Branche. Unsere Mitglieder bilden das gesamte Games-Ökosystem ab, von Entwicklungs-Studios und Publishern bis hin zu E-Sport-Veranstaltern, Bildungseinrichtungen oder Institutionen. Als Mitveranstalter der gamescom verantworten wir das weltgrößte Event für Computer- und Videospiele. Wir sind Gesellschafter der USK, der Stiftung Digitale Spielekultur, der esports player foundation, der game events und der Verwertungsgesellschaft VHG sowie Träger des Deutschen Computerspielpreises. Als zentraler Ansprechpartner für Medien, Politik und Gesellschaft beantworten wir alle Fragen etwa zur Marktentwicklung, Spielekultur und Medienkompetenz. Gemeinsam machen wir Deutschland zum Herzen der Games-Welt. Wir bereichern mit Games das Leben aller Menschen.



Martin Puppe
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