Politische Erklärung zur gamescom 2026

Lust auf Zukunft: Potenziale von Games nutzen

Games haben als Kulturgut, Innovationsmotor und Wirtschaftskraft eine immense Bedeutung und machen vor allem eins: Lust auf Zukunft. Die gamescom als weltgrößtes Games-Event zeigt genau das: hunderttausende begeisterte Menschen vor Ort und Millionen Fans weltweit digital, hochinnovative Unternehmen und die einzigartige Kraft der Games-Kultur. Es muss Deutschlands und Europas Anspruch sein, die Potenziale von Games stärker zu nutzen und als produzierender Games-Standort eine führende Rolle einzunehmen. Verlässliche und vergleichbare Wettbewerbsbedingungen sind die entscheidende Voraussetzung dafür.

Games sind ein selbstverständlicher Teil des kulturellen Lebens und prägen als Leitmedium generationenübergreifend den Blick auf die Welt. Allein in Deutschland spielen rund 6 von 10 Menschen Computer- und Videospiele – weltweit sind es bereits über 3 Milliarden. Games erzählen die Geschichten unserer Zeit, prägen Ästhetik und schaffen Gemeinschaft über alle Grenzen hinweg. So entfalten sie eine Soft Power, die andere Länder bereits zielgerichtet nutzen.

Die Games-Branche spielt eine entscheidende Vorreiterrolle bei Innovationen, die in alle Lebensbereiche wie die Industrie, Bildung oder Forschung ausstrahlen – von 3D-Simulationen über Künstliche Intelligenz und Gamification bis hin zu XR-Technologien. Wer in der Games-Entwicklung führend ist, sichert sich digitale Schlüsselkompetenzen für die gesamte Wirtschaft samt hochqualifizierter Fachkräfte. Eine starke heimische Games-Branche wird damit zum Baustein für digitale Souveränität.

Weltweit werden mit Games über 200 Milliarden US-Dollar umgesetzt und ein Ende des Wachstums ist nicht in Sicht. Deutschland und Europa sind als Produktionsstandort im internationalen Vergleich allerdings noch viel zu schwach, um umfassend von dieser Dynamik zu profitieren. Die Leistungsfähigkeit und besondere Dynamik der Games-Branche ist unverzichtbar und muss daher endlich stärker genutzt werden.

Die gesamte Stellungnahme findet sich im PDF-Dokument.



Maren Raabe
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