Als game Rheinland-Pfalz sind wir die regionale Vertretung der Mitglieder des game – Verband der deutschen Games-Branche. Die kulturellen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Potentiale von Computer- und Videospielen sind gerade auch für Rheinland-Pfalz von größter Bedeutung. Die regionale Games-Branche verfügt dabei mit zahlreichen Unternehmen und Institutionen über eine große Vielfalt, die von Games-Entwicklern und Publishern über Dienstleister und eSports-Akteuren bis hin zu Bildungseinrichtungen und öffentlichen Institutionen reicht. Gemeinsam mit regionalen Akteuren und in enger Kooperation mit Partnern und Institutionen der Games-Branche wie beispielsweise GameUp! engagieren wir uns für den digitalen Spiele-Standort Rheinland-Pfalz. Dafür setzen wir uns als game Rheinland-Pfalz insbesondere auf politischer Ebene ein und stehen als regionale Ansprechpartner zur Verfügung.
 
Die Branchenakteure verständigen sich auf folgende Vorschläge, die auf Initiative von game Rheinland-Pfalz, GamesAhead Rheinland-Pfalz und der Hochschule Trier in einem gemeinsamen Prozess zwischen November 2018 und März 2019 entstanden sind, an dem vielfältige Akteure der Games-Branche in Rheinland-Pfalz beteiligt waren:

Präambel (klick)

Der Ausbildungsstandort Rheinland-Pfalz ist mit seinen Hochschulen und Universitäten in technischen und gestalterischen Themenfeldern hervorragend aufgestellt. Insbesondere für die Ausbildung im Bereich Spieleentwicklung sind sowohl eine hohe Kapazität als auch hochqualifizierte Kompetenzfelder vorhanden. Innovative und zukunftsweisende Studiengänge rheinland-pfälzischer Hochschulen prägen gemeinsam mit international etablierten Unternehmen im Land die gesamte Branche weit über die Landesgrenzen hinaus. Somit besitzt Rheinland-Pfalz ein herausragendes Entwicklungspotential, um im Rahmen der Digitalisierungsstrategie des Landes sowohl Fachkräftemangel und -abwanderung entgegenzuwirken als auch Unternehmensgründungen außerordentlich zu steigern.
 
Das Medium Games hat eine große, gesellschaftliche Relevanz. Im Dreiklang von Technologie, Wirtschaft und Kultur leistet die Branche verantwortungsvoll einen einzigartigen Beitrag zur digitalen Transformation. Unternehmen der Games-Branche sind dynamische Innovatoren. Mit ihren Produkten und interdisziplinär ausgestalteten Arbeitstechniken – von Informatik über Gestaltung/Design bis hin zu Medienmanagement – entstehen wertvolle Transfer- und Spill-Over-Effekte in andere Wirtschaftssektoren.
 
Games-Unternehmen sind führend in der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz, Visualisierung sowie Wissens- und Kompetenzvermittlung. Die außerordentlich hohe Exportquote digitaler Spiele von 46% im Bundesdurchschnitt belegt eindrucksvoll die Internationalität des Games-Marktes. Zudem beschäftigt die Branche in der Produktion und dem Publishing zum größten Teil sozialversicherungspflichtige Festangestellte.
 
In Zukunft gilt es, das Innovationspotential, den Unternehmergeist und die Beschäftigungsquote innerhalb der Games-Branche für den Standort zu sichern und weiter auszubauen. Ziel ist es, die zahlreich im Land ausgebildeten Fachkräfte in hochqualifizierte Arbeitsplätze zu überführen. Verbesserte Standortfaktoren für Unternehmen dieser Digitalbranche sollen Abwanderung talentierter Experten verhindern, Gründungen zur marktfähigen Etablierung verhelfen und die Forschungsintensität erhöhen.
 
Die nachhaltige Verbesserung der Rahmenbedingungen für die digitale Spielebranche in Rheinland-Pfalz ist unerlässlich, um im Standortwettbewerb mit Nachbarbundesländern und grenznahen Regionen, insbesondere Frankreich, erfolgreich zu bestehen.

Einstieg von Rheinland-Pfalz in die Projektförderung digitaler Spiele (klick)

  • Aufbau einer Games-Förderung mit EU-Notifizierung in einer wettbewerbsfähigen Größenordnung, damit sie nicht den Beihilferechtlichen Beschränkungen durch Deminimis unterliegen
  • Förderung durch Zuschüsse und bedingt rückzahlbare Darlehen
  • Unbürokratisches wie rasches Genehmigungsverfahren ohne Content-Beschränkungen
  • Fördermöglichkeiten für die gesamte Produktions- und Verwertungskette: für unterschiedliche Projektstufen und –größen, für das Publishing, für die Teilnahme an Messen und Konferenzen
  • Unterstützung der im Koalitionsvertrag vereinbarten Games-Förderung des Bundes und Sicherstellung der Anschlussfähigkeit zur regionalen Förderung im Land Rheinland-Pfalz
  • Umsetzung eines nachhaltigen Entwicklungskonzeptes zur Gründung und Ansiedlung von Games-Unternehmen in Rheinland-Pfalz (klick)

  • Ausbau eines Eigenkapital-Gründerprogrammes der ISB zur Etablierung von Unternehmensgründungen in der Games-Branche
  • Entrepreneurship-Offensive durch Ringvorlesung, um Gründerkultur zu fördern
  • Schaffung eines Gründerstipendiums und Aufbau eines Mentoren-Netzwerks, um internationale Marktfähigkeit der Gründerunternehmen zu unterstützen
  • Aufbau des Game-Hubs in Trier für das gesamte Land Rheinland-Pfalz mit nachhaltigem Inkubations-, Accelerations- und Veranstaltungs-Programm
  • Etablierung einer Technologietransfer-Stelle im Game-Hub zur Unterstützung der digitalen Transformation in Rheinland-Pfalz
  • Ausbau des Clustermanagements GameUp! für die Games-Wirtschaft in Rheinland-Pfalz (klick)

  • GameUp! Rheinland-Pfalz personell und finanziell weiterentwickeln, um ein landesweites Angebot für die Games-Branche zu gewährleisten
  • Organisation und Unterstützung von monatlichen Netzwerkveranstaltungen in Rheinland-Pfalz
  • Organisation, Begleitung und Förderung von Gemeinschaftsstand-Initiativen für nationale und internationale Messe- und Konferenzauftritte
  • Ausbau des GameUp! Contests zur Identifizierung der erfolgversprechendsten Konzeptideen in Rheinland-Pfalz
  • Eine Anlaufstelle als Wegweiser für Förderfragen etablieren
  • Ansprechpartner

    Karsten Lehmann
    (Ubisoft Blue Byte)
    Sascha Vogel
    (Grimbart Tales)

    Games-Unternehmen in Rheinland-Pfalz