Jugendschutz / USK

Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK)

USK LogoDie Games-Industrie setzt sich seit vielen Jahren für einen verantwortlichen Umgang und für eine altersgerechte Nutzung von Computer- und Videospielen ein. Alle Games im deutschen Markt werden nach dem Vorbild der Filmwirtschaft unter Jugendschutzgesichtspunkten überprüft und mit einer entsprechenden Alterskennzeichnung der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) versehen.

 


 

Die USK ist eine freiwillige Einrichtung der Computerspiele-Wirtschaft. Sie wurde 1994 als gemeinsame Initiative der Industrie und des Handels gegründet. Alle eingereichten Spiele werden begutachtet und erhalten eine Alterskennzeichnung durch den ständigen Vertreter der Obersten Landesjugendbehörden bei der USK, soweit sie den jugendschutzrechtlichen Bestimmungen entsprechen. Das heißt: Am Ende eines gemeinsamen Verfahrens vergeben staatliche Vertreter die Alterskennzeichen.

 

Die Altersfreigabe des Spiels muss sowohl auf der Verpackung als auch auf dem Datenträger selbst deutlich zu erkennen sein. Im Handel, der zur altersgerechten Abgabe der Spiele verpflichtet ist, können die Eltern anhand der Alterskennzeichnung erkennen, welche Spiele für ihre Kinder geeignet sind. Der game – Verband der deutschen Games-Branche e.V. ist Träger der USK.

 

Gesetzlicher Rahmen – Jugendschutzgesetz

Deutschland verfügt über eines der strengsten Systeme zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor entwicklungsbeeinträchtigenden Medieninhalten in Europa. Der gesetzliche Rahmen wird im Bereich des Jugendmedienschutzes durch das Jugendschutzgesetz (JuSchG) sowie den Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) geregelt..

Jugendschutzgesetz

JugendschutzgesetzDas Jugendschutzgesetz ist ein Bundesgesetz, das den Jugendmedienschutz im Bereich der Offline-Medien, den sogenannten Trägermedien (DVDs, CD-ROMs, Videokassetten, Druckschriften usw.) regelt. Seit der Reform des Jugendschutzgesetzes im Jahr 2003 dürfen Computer- und Videospiele an Kinder und Jugendliche nur noch dann abgegeben werden, wenn sie vorab einer Prüfung durch die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) unterzogen und für die entsprechende Altersstufe freigegeben wurden. Die jeweiligen Altersstufen sind 0, 6, 12, 16 und 18. Hierdurch soll sichergestellt werden, dass Kinder und Jugendliche vor entwicklungsbeeinträchtigenden Inhalten geschützt werden. Spiele, die nicht bei der USK zur Prüfung vorgelegt wurden oder die von der USK kein Alterskennzeichen erhalten haben, dürfen nur noch an Erwachsene abgegeben werden.

Jugendmedienschutz-Staatsvertrag

Der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag zwischen allen deutschen Bundesländern und regelt den Jugendmedienschutz im Bereich des Rundfunks und der Telemedien. Darunter sind vor allem im Internet abrufbare Onlineangebote zu verstehen. Im Gegensatz zum JuSchG sieht die derzeitige Fassung des JMStV keine stufenweise Alterskennzeichnung vor. Dennoch muss der Anbieter auch im Anwendungsbereich des JMStV sicherstellen, dass entwicklungsbeeinträchtigende Angebote von Jugendlichen der betroffenen Altersgruppe üblicherweise nicht wahrgenommen werden können. Dies kann beispielsweise durch eine Beschränkung der Sendezeit oder durch technische Maßnahmen geschehen.

 

Modernisierung des Jugendschutzes

Beide Regulierungen sind inzwischen durch die technischen Neuerungen überholt und es bedarf dringend einer Überarbeitung hin zu einem modernen, konvergenten und international anschlussfähigen Jugendschutz. Derzeit liegt ein Gesetzentwurf zur Novellierung des JuSchG vor, der aus Sicht der Games-Branche aber dringend überarbeitet werden muss. Zudem haben die Länder Fachgespräche für eine Überarbeitung des JMStV gestartet, an denen sich der game konstruktiv beteiligen wird.

 
Stellungnahme zur Novellierung des JuSchG