Datenschutz

Datenschutz

Bei allen digitalen Spielen fallen Daten an und viele Datennutzungen sind für das Funktionieren, die Verbesserung und die Weiterentwicklung von Computer- und Videospielen erforderlich und daher auch erlaubt. Der game setzt sich für ein modernes Datenrecht ein, das die informationelle Selbstbestimmung ernst nimmt und zugleich wirtschaftlichen und technischen Fortschritt ermöglicht.
 
Die europäische Datenschutz-Grundverordnung war ein erster wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem digitalen Binnenmarkt mit einheitlichen Wettbewerbsbedingungen und allgemeingültiger Datenschutzstandards. Zur weiteren Harmonisierung der Datenschutzregeln soll es mit der ePrivacy-Verordnung auch neue Regelungen zur elektronischen Kommunikation (Cookies) geben. Für die Games-Branche ist es wichtig, dass auch mit dieser Verordnung Daten zur Verbesserung des Spielerlebnisses genutzt werden können. Daher sollte die Datenverarbeitung für berechtigte Interessen erlaubt sein. Zudem braucht es neben europaweit einheitlichen Regelungen auch eine einheitliche Rechtsanwendung in allen europäischen Ländern und möglichst eine zentrale Aufsicht in Deutschland.Gerade für die internationale Computer- und Videospielbranche sind internationale Abkommen für den Datentransfer in andere Länder wie z.B. nach dem Brexit mit Großbritannien oder wegen des jüngsten Urteils des EuGH (Schrems II) zum EU-US-Privacy Shield mit Blick auf serverbasierte Spiele unerlässlich. Hier müssen die EU und auch die Datenschutzbehörden schnellstmöglich Lösungswege aufzeigen, wie Daten rechtssicher genutzt werden können.

 

ISFE-Positionspapier zur ePrivacy-Verordnung