Datenschutz Bei allen digitalen Spielen fallen Daten an und viele Datennutzungen sind für das Funktionieren, die Verbesserung und die Weiterentwicklung von Computer- und Videospielen erforderlich und daher auch erlaubt. Der game setzt sich für ein modernes Datenrecht ein, das die informationelle Selbstbestimmung ernst nimmt und zugleich wirtschaftlichen und technischen Fortschritt ermöglicht. Für die Cookie-Regulierung in der Games-Branche gelten die e-Privacy-Richtlinie sowie das Gesetz über den Datenschutz und den Schutz der Privatsphäre in der Telekommunikation und bei digitalen Diensten (TDDDG). Nach dem EuGH-Urteil zu Planet 49 ist nunmehr klar, dass der Einsatz von Cookies grundsätzlich einer aktiven und freiwilligen Einwilligung bedarf. Sofern Cookies für einen Dienst technisch unbedingt erforderlich sind, entfällt diese Pflicht. Gerade bei Games sind viele Cookies für das Funktionieren des Spiels und zur Verbesserung des Spielerlebnisses unerlässlich und können daher als funktional gelten, sodass keine zusätzliche Einwilligung erforderlich ist. Für die internationale Computer- und Videospielbranche sind Datentransfers in andere Staaten wie die USA und UK erforderlich. Für den Datentransfer in so genannte Drittstaaten bedarf es internationaler Abkommen oder geeigneter Garantien wie Standardvertragsklauseln. Für die USA gilt seit Juli 2023 das EU-US Data Privacy Framework (DPF) als Rechtsgrundlage für Datentransfers. Ein erstinstanzliches Gericht hat dessen Gültigkeit im September 2025 bestätigt, wobei ein Rechtsmittel zum EuGH noch möglich ist. Für Großbritannien wurde der EU-Angemessenheitsbeschluss im Dezember 2025 bis 2031 erneuert, sodass Datentransfers nach UK weiterhin ohne zusätzliche Garantien möglich sind. Zur Vertiefung hat der Verband eine Beilage in der juristischen Fachzeitschrift MMR veröffentlicht: MMR 08-2021 – Beilage Datennutzung