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Stiftung Digitale Spielekultur

Die Stiftung Digitale Spielekultur geht auf eine gemeinsame Initiative des Deutschen Bundestages und der Games-Branche in Deutschland zurück und wurde 2012 ins Leben gerufen. Die Arbeit der Stiftung wird durch einen hochkarätig besetzten Beirat unterstützt. Seine 14 Mitglieder kommen aus den Bereichen Politik, Bildung, Wissenschaft, Gesellschaft sowie Kultur und Jugendschutz. Hierzu gehören unter anderem Vertreter der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur, der Bundeszentrale für politische Bildung, des Grimme-Instituts und der Obersten Landesjugendbehörden sowie Hochschulvertreter.

Die Stiftung Digitale Spielekultur entwickelt und initiiert Projekte und Maßnahmen, die Games als Kultur- und Lehrmedium oder auch in der politischen Bildung einem breiten Publikum näherbringen.

Die Plattform Digitale-Spielewelten unterstützt Eltern und Pädagogen im Umgang mit Games.

Hierzu gehört unter anderem die Online-Plattform Digitale-Spielewelten.de. Medienpädagogen, Lehrer und Experten der Games-Branche stellen exemplarisch Projekte, Methoden und Unterrichtsmaterialien rund um Spiele vor. Die Plattform unterstützt Eltern und Pädagogen im Umgang mit digitalen Spielen und fördert eine kreative Nutzung von Games.

Einen stärkeren Fokus auf die kulturelle Bildung durch Games legt das Projekt „Stärker mit Games“. Mit lokalen Partnern werden Bündnisse geschlossen, um Maßnahmen mit sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen durchzuführen. Ziel ist die Vermittlung kultureller Bildung. Die Initiative „Stärker mit Games“ ist Teil des Programms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Der Fokus der Initiative „Stärker mit Games“ liegt auf der kulturellen Bildung durch Games.

Die Stiftung Digitale Spielekultur koordiniert zudem den Aufbau der weltgrößten Sammlung von Computer- und Videospielen. Diese entsteht durch die Zusammenlegung der Bestände des Computerspielemuseums, der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK), der Computerspielesammlungen des Zentrums für Computerspielforschung/ Digital Games Research Center der Universität Potsdam (DIGAREC) sowie des game. Dadurch entsteht ein weltweit einmaliges Archiv mit rund 50.000 Computer- und Videospielen, dessen Entstehung vom Deutschen Bundestag gefördert wird.

Gemeinsam mit der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) hat die Stiftung Digitale Spielekultur zudem den Elternratgeber herausgebracht, der Eltern durch praktische Tipps bei der Medienerziehung unterstützt. Der Elternratgeber wurde mehr als 250.000-mal in Deutschland verteilt. Zu den Themen gehören unter anderem allgemeine Hinweise zum Spielekauf und zu Online- Spielen sowie zu technischen Systemen zur Spielzeitbeschränkung.

Im zweiten Halbjahr 2018 wartet die Stiftung Digitale Spielekultur mit einer Reihe neuer Projekte und Formate auf. So findet in Kooperation mit dem game auf der Frankfurter Buchmesse abermals eine „Spielung“ eines kulturell relevanten Spiele-Titels statt. Ebenfalls im Herbst startet die bundesweite, sechsteilige Veranstaltungsreihe „Quartett der Spielekultur“ – gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Und in Zusammenarbeit mit der Games- und Medienmetropole Köln und dem Goethe-Institut findet im November unter dem Titel „Game Mixer Cologne, Germany“ bereits zum vierten Mal ein achttägiges Peer-Learning-Programm unter Beteiligung deutscher und internationaler Spiele-Entwicklerinnen und -Entwickler statt. Darüber hinaus starten wir noch 2018 mit dem Projekt „GAMES TALENT@CADEMY“. Das Ziel ist, Schüler über das Medium Games an die Talentförderung heranzuführen und damit insbesondere auch Jugendliche aus bildungsfernen Schichten anzusprechen, die mit den klassischen Förderformaten in der Regal nicht zu erreichen sind.